Important advice: My spiritual work, offerings and energetic products does not replace any physician, doctor or psychologist. I explicitly distance myself from any diagnosis and healing promises. An effect of healing crystals is not proven.

Wichtiger Hinweis: Meine spirituelle Arbeit, Angebote und Energieprodukte ersetzten keinen Arzt, Mediziner oder Psychologen. Ich distanziere mich hiermit ausdrücklich von jeglichen Heilversprechen und Diagnosen. Eine Wirkung von Heilsteinen ist nicht erwiesen.

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Sollten wir das Denken abbremsen oder womöglich ausschalten?

 

Es ist etwas Wunderbares, dass wir Menschen die Möglichkeit haben zu denken.

Dadurch haben wir die Fähigkeit, im Gegensatz zu vielen anderen Lebewesen, über uns selbst und die Welt zu reflektieren. Durch den menschlichen Geist sind viele außergewöhnliche Dinge entstanden, Erfindungen wurden gemacht und komplexe Zusammenhänge wurden erklärt.

 

Jedoch hat unser Denken auch eine große Schattenseite. Durch Unbewusstheit und Selbstbezogenheit wird der menschliche Geist zu einer Waffe, die große Zerstörung mit sich bringen kann. So wurden viele Dinge und Umstände (Waffen, Technologien, Ideologien etc.) geschaffen, die für uns Menschen, aber auch für unseren gesamten Planeten verheerende Folgen haben.

 

Auch in der spirituellen Szene wird oft davon gesprochen, dass wir unser Denken überwinden sollten und dass der Verstand etwas ist, das der spirituellen Befreiung im Weg steht.

 

Aber ist das wirklich so?

Ist der Verstand das Hindernis oder ist es unser Denken, das uns im Weg steht?

 

Hierzu möchte ich erst einmal das Denken näher beleuchten.

Was verstehen wir unter Denken und welche unterschiedlichen Arten des Denkens gibt es?

 

1.) Unbewusste Gedankenvorgänge

 

Viele Menschen erfahren einen Großteil ihrer Gedanken als unbewusste Regungen ihres Geistes. Mit anderen Worten: Sie werden, ohne darüberes zu bemerken, überschwemmt von einer massiven Gedankenflut. Diese Form des Denkens entsteht aus automatisierten und konditionierten Gedankenabläufen, die zu einem großen Teil ungeordnet unser Bewusstsein überfluten.

 

Diese Form der unbewussten Gedankenabläufe führt in vielen Fällen zu Stress, Trennung und innerem Chaos. Durch die ungeordneten und wahllos aufeinander folgenden Gedanken entsteht Rastlosigkeit, Unruhe und ein Gefühl von innerem Getriebensein. Auf diese Weise ist nie wirklich Ruhe in unserem Kopf. Wenn wir uns mit diesem unbewussten Gedankenstrom identifizieren, entsteht ein großes Netzwerk an Geschichten, in denen unser Selbstbild eingeflochten wird. Dieses Selbstbild, das aus abertausenden Gedanken und Bildern besteht, nennen wir dann unser Ich.

 

Aus dieser Beschreibung kann man sehen, dass das unbewusste Denken hinderlich ist. Diese Form des Denkens steht uns wirklich im Weg und ist in den meisten Fällen verantwortlich für eine Menge Leid und Stress.

 

Aus spiritueller Sicht ist es das Ego Selbst, das aus unbewussten Gedankenabläufen und Bildern besteht und somit keinerlei Substanz hat. Viele spirituelle Richtungen sprechen über dieses Phänomen, und es ist absolut notwendig diese unbewusste Form des Denkens zu überwinden und hinter sich zu lassen.

 

2.) Organisatorisches und handlungsbezogenes Denken

 

Diese Form des Denkens ist eine hilfreiche und unterstützende Fähigkeit unseres Geistes Handlungen, Umstände und andere Gegebenheiten planen, organisieren und umsetzen zu können. Dieses Denken begleitet uns täglich und hilft uns komplexere Tätigkeiten ausführen zu können. Es ist für unser alltägliches Leben unersetzbar und eine der wichtigsten Funktionen unseres Verstandes.

 

3.) Reflektierendes und analytisches Denken

 

Diese beiden Formen des Denkens basieren auf einer anderen Grundlage als das unbewusste Denken. Das reflektierende Denken dient dazu, sich über einen bestimmten Umstand (z.B. über sich selbst, andere Menschen, Handlungen etc.) bewusst zu werden. Es ist ein viel strukturierteres und geordneteres Denken, das sich gezielt mit dem Erfassen und Verstehen von Umständen befasst. Das reflektierende und analytische Denken bedient sich bewusster Gedankenprozesse und führt in den meisten Fällen nicht zu innerem Chaos, sondern eher zu Klärung und Neustrukturierung.

 

4.) Kreatives und intuitives Denken

 

Das kreative Denken braucht die Stille bzw. das bewusste Schöpfen aus dem Geist. Viele Künstler, Wissenschaftler und große Denker nutzen diese Fähigkeit um kreativ und frei aus ihrem Geist zu schöpfen. Das intuitive Denken ist verbunden mit unserem 6. Sinn und hilft uns Umstände und Gegebenheiten intuitiv zu erfassen und zu verstehen.

 

5.) Bewusstes Denken

 

Das bewusste Denken basiert auf einem stillen Geist. Es ist ein Denken, das nicht aus unbewussten Gedankenimpulsen, sondern aus einem Zustand der Stille und Bewusstheit hervorgeht. Für diese Fähigkeit zu denken gibt es bestimmte Grundvoraussetzungen, die uns ermöglichen auf eine kontemplative und bewusste Weise unseren Geist zu benutzen.

 

Wir müssen einerseits fähig sein innerlich still zu sein um unseren unbewussten Gedankenimpulsen nicht mehr ausgeliefert zu sein. Außerdem brauchen wir eine bewusste Grundlage auf der wir existieren, um uns nicht mehr ausschließlich an unserem Denken zu orientieren.

Diese bewusste Grundlage entsteht durch unsere Präsenz und Anwesenheit. Wenn wir präsent und bewusst sind, können wir vollkommen anders mit unseren inneren Regungen und dadurch mit unseren Gedanken umgehen. Auf diese Weise legen wir die Grundlage für ein bewusstes und konstruktives Denken.

 

Aber wie machen wir das? Wie ist es möglich, dass wir diese bewusste Grundlage schaffen?

 

Wir schaffen es nicht, indem wir versuchen unser Denken abzubremsen oder auszuschalten. Das ist nicht möglich. Wenn wir dies versuchen, ist das wie der Versuch das Licht in einem Raum auszumachen, in dem es keinen Schalter gibt. Da bei den meisten Menschen die unbewussten Gedankenvorgänge seit Jahrzehnten aktiv sind, haben sie eine starke Eigendynamik und Kraft. Durch die gewohnten Gedankenabläufe kommt es zu ständigen Wiederholungen, die wir nicht einfach so abbremsen oder ausschalten können. Wir brauchen diese bewusste Grundlage, um auf konstruktive Weise mit unseren Gedanken umgehen zu können.

 

Diese Grundlage schaffen wir, indem wir lernen, inmitten von unbewussten Gedankenvorgängen innezuhalten und ihnen nicht mehr zu folgen. Indem wir innerlich still sind und unsere Aufmerksamkeit auf die Stille richten, aktivieren wir unsere Präsenz und Bewusstheit und können dadurch vollkommen anders mit unseren inneren Regungen und Gedanken umgehen. Dieser Wechsel vom Geist zum Bewusstsein ist notwendig um ein waches und bewusstes Leben führen zu können.

 

Zusätzlich ist es hilfreich, wenn wir erkennen, welche Gedanken grundlegend hinderlich sind, und wie sich diese konkret zeigen.

 

Woran können wir erkennen, welche Gedanken hinderlich sind?

Gedanken sind immer hinderlich wenn sie uns:

 

- verwirren und ablenken und in einen nebulösen Zustand führen.

- verunsichern, verängstigen und zweifeln lassen.

- in Rage und Wut versetzen.

- häufig in Vergangenheit und Zukunft abschweifen lassen.

- in Stress und Rastlosigkeit versetzen.

- in einen Zustand von Traurigkeit bringen.

- in Missmut und Hoffnungslosigkeit ertrinken lassen.

- etc.

 

An diesen Beispielen können wir sehen, dass es unzählige Gedankenformen gibt, die trennende und hinderliche Ausprägungen haben.

 

Woran können wir erkennen, welche Gedanken natürlich und förderlich sind?

Wie zeigt sich das konkret? Gedanken sind nicht hinderlich, wenn sie uns:

 

- zu Klärung und Lösungen verhelfen.

- Struktur und Orientierung geben.

- helfen zu unterscheiden.

- unterstützen, Dinge abzuwägen.

- helfen, Umstände und Gegebenheiten besser zu verstehen

- unterstützen, alltägliche Aufgaben zu erledigen

- helfen, etwas zum Ausdruck zu bringen (mündlich, schriftlich, künstlerisch etc.)

- etc.

 

An diesen Beispielen können wir sehen, dass es Gedanken gibt, die keinen trennenden und störenden Charakter haben.

 

Und wie ist das eigentlich mit dem positivem Denken? Ist das förderlich und hilfreich?

 

Nein, das ist es nicht wirklich. Das positive Denken ist ein Newage Produkt der neuzeitlichen Esoterik und hat mit Spiritualität nicht viel zu tun. Das Konzept des positiven Denkens beruht auf einem Missverständnis, welches davon ausgeht, dass Gedanken die Materie beeinflussen und uns dazu befähigen unsere Zukunft zu manifestieren.

 

Ich möchte in diesem Text nicht weiter darauf eingehen, da diese Art des Denkens genauso wie das negative Denken unser Selbstbild verstärkt und uns in das Gefängnis der Trennung und der Identifikation bringt.

 

Zum Schluss möchte ich dir noch eine kleine Übung vorstellen. Sie kann dir den ersten Schritt zu mehr Stille und Bewusstheit im Alltag erleichtern.

 

1.) Halte inne

 

Halte inne und schau, welche Gedanken gerade aktiv sind? Sind es förderliche Gedanken oder hast du dich in der unbewussten Flut deiner Gedanken verloren? Führen deine Gedanken zu mehr Klarheit, oder verunsichern und zerstreuen sie dich eher?

Das Innehalten hilft dir, überhaupt zu bemerken, in welchem Grundzustand du dich gerade befindest.

 

2.) Komm mit der Aufmerksamkeit zurück zu dir

 

Jetzt lenke deine Aufmerksamkeit zu deinem Körper. Nehme kurz wahr, wie es sich anfühlt zu sitzen, fühle das Gewicht deines Körpers auf dem Stuhl. Wenn du stehst, spüre deine Füße, wie sie den Boden berühren. Nehme wahr, wie sich der Körper anfühlt.

Folge deinen unbewussten Gedanken nicht mehr indem du ihnen keine Aufmerksamkeit mehr schenkst. Dein Körper ist ein gutes Hilfsmittel und ein Tor zur Präsenz und Bewusstheit.

 

3.) Atme bewusst

 

Nutze die Zeit um jetzt zwei oder dreimal wirklich bewusst durchzuatmen. Spüre den Atem und lasse beim Ausatmen einen Teil deiner Anspannung los. Dabei kann es hilfreich sein, einen leichten Ton zu machen.

 

4.) Integration

 

Versuche diese Neuausrichtung der ersten drei Schritte in deinen Alltag zu integrieren, indem du diese Übung regelmäßig wiederholst.

 

Jetzt hast du erfolgreich den ersten Schritt zu mehr Stille und Bewusstheit im Alltag getan.

 

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