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Wie finde ich die Stille, wenn alles in mir tobt?

 

Die Stille ist eine überaus große Kraft, die uns die Fähigkeit verleiht, auf bewusste und kontemplative Weise mit unseren Gedanken und Gefühlen umzugehen. Sie ist der Wegbereiter für ein achtsames und spirituelles Leben. Ohne die Stille hätten wir keine Möglichkeit, uns in der Flut unserer inneren Regungen zu orientieren und wären den unbewussten geistigen Aktivitäten hoffnungslos ausgeliefert. Die Stille eröffnet uns den Raum der Bewusstheit und gibt uns mehr Bewegungsfreiheit für ein bewusstes, waches und selbstbestimmtes Leben.

 

Wir können die Stille auch als einen Türöffner bezeichnen, als einen Schlüssel, der uns die Tür zu unserer Präsenz und unserem Gewahrsein eröffnet. Wenn wir still sind und nicht unseren Gedanken und inneren Regungen folgen, erwacht unser Bewusstsein und unsere Präsenz.

 

Aber was ist diese Stille überhaupt? Was ist genau damit gemeint?

 

Um das besser zu beschreiben, möchte ich erst einmal den Bezug der äußeren zur inneren Stille herstellen. Die äußere Stille (Abwesenheit von Geräuschen) kann uns helfen, einen Zugang zur inneren Stille zu finden. Viele Menschen nutzen die äußere Stille um sich zu sammeln und wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Dabei kann ein Spaziergang in der Natur oder eine Pause an einem ruhigen Ort von großer Hilfe sein.

 

Dadurch, dass durch die äußere Stille unsere Sinne nicht mehr durchgehend von Geräuschen, Informationen und Bildern abgelenkt werden, können wir zur Ruhe kommen, und unser Nervensystem kann sich besser entspannen.

 

Jedoch, und das kennen vielleicht einige, ist es nicht zwangsläufig so, dass unsere Gedanken und Gefühle auch zur Ruhe kommen. Bei vielen Menschen zeigt sich die innere Unruhe erst eindeutig, wenn die äußeren Geräuschquellen und Eindrücke abgestellt werden.

Die rasenden Gedanken, und die innere Rastlosigkeit und der aufgebaute Stress kommen dann erst richtig zum Vorschein und können sich durch große Unruhe und Nervosität bemerkbar machen.

 

Aus diesem Grund ist die äußere Stille in keinem Fall ein Garant für die innere Stille, da sie nicht zwangsläufig miteinander in Verbindung stehen.

Die innere Stille ist eine ganz andere Dimension und steht in direktem Zusammenhang mit der Präsenz unseres Bewusstseins. Sie ist der unmittelbare Ausdruck einer gesammelten Kraft und Präsenz, mit anderen Worten: Stille ist die Quintessenz der Präsenz unseres Bewusstseins.

 

Außerdem hat sie eine ganz bestimmte Qualität, die unmittelbar mit der Energetik eines erwachten Bewusstseinszustandes in Verbindung steht und damit resoniert. Das bedeutet, dass sie eine qualitative Substanz hat, an der wir sie eindeutig erkennen können.

 

Um das besser verständlich zu machen stelle dir folgendes vor:

 

Die Qualität der Stille ist wie der unverwechselbare “Geschmack” einer Süßigkeit oder wie der Duft eines Parfums, dass wir direkt bei einem sanften Strömen durch den Raum wiedererkennen. Genauso ist es möglich, dass wir die Qualität der Stille wahrnehmen und wiedererkennen, weil sie eine echte Substanz hat.

 

Aber wie ist es möglich, dass wir diese Stille in uns finden?

 

Wir finden die Stille unterhalb des Stroms unserer Gedanken, Gefühle und innerer Regungen. Sie ist sozusagen von äußeren und inneren Geräuschen überlagert und verdeckt. Wenn wir fähig sind, inmitten von kreisenden Gedanken und lautem inneren Getöse (Lärm) innezuhalten bzw. anzuhalten, können wir die Stille entdecken. Dazu ist es notwendig, dass wir fähig werden, innerlich zu stoppen und unseren Gedanken und inneren Regungen nicht mehr zu folgen.

 

Wenn wir diesen inneren Regungen nicht mehr folgen, entkoppeln wir unsere Aufmerksamkeit von unserem unbewussten Gedankenstrom und können in der inneren Stille verweilen. Das machen wir, indem mit unserer Aufmerksamkeit bei der Stille bleiben, also still sind.

 

Wenn wir dies beherzigen, kommt es zu einer natürlichen Vertiefung und Ausweitung der Stille, die wir auf diese Weise in uns verwirklichen.

 

Durch die Verwirklichung geht sie nicht mehr verloren und ist im Alltag als eine natürliche Grundlage vorhanden und erlebbar. Wir orientieren uns dann nicht mehr an unseren unbewussten inneren Regungen, sondern folgen der inneren Stille. Das führt zu mehr Präsenz und Bewusstheit, was wiederum dazu führt, dass wir vollkommen anders mit unseren Gedanken und Gefühlen umgehen können. Daraus entsteht eine natürliche Stabilität und wir verlieren die Stille nicht mehr aus unseren Augen.

In diesem Fall ist es dann nicht mehr notwendig, dass wir nach ihr suchen, da sie als Grundlage immer anwesend ist.

 

Wenn die innere Stille verwirklicht ist, haben wir den Wechsel von einem unbewussten und rastlosen Grundzustand in einen bewussten, kontemplativen und stillen Zustand vollzogen.

 

An dieser Stelle möchte ich noch einige Umstände und Verhaltensweisen aufführen, die unsere innere Stille fördern und ihr den Boden bereiten. Die folgenden Punkte/Beispiele können uns helfen, einen leichteren Zugang zu bekommen:

 

- regelmäßiges Innehalten

- sich von unnötigem inneren und äußeren Ballast befreien

- nachspüren was einem wirklich wichtig ist

- in sich gehen anstatt sich im Außen zu verlieren

- Zeit und Freiräume für sich selbst

- die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche richten

- still sein

 

Außerdem gibt es viele Verhaltensweisen und Umstände, die unseren Zugang zur inneren Stille verhindern oder blockieren. Hier einige Beispiele:

 

- innere Kämpfe und Ruhelosigkeit

- unnötigen Gedanken folgen

- nur mit anderen und im Außen beschäftigt zu sein

- von einem Ast zum anderen hüpfen

- die innere Trostlosigkeit durch Aktivitäten füllen

- sich ablenken

 

An diesen Beispielen können wir sehen, dass es bestimmte Verhaltensweisen und Umstände gibt, die uns einen Zugang zur inneren Stille erleichtern oder erschweren können.

 

Wenn wir beginnen, der inneren Stille zu folgen und sie zu verwirklichen, wird sich unser gesamtes Leben vollkommen verändern. Unser inneres Empfinden wird sich von einem Zustand der Orientierungslosigkeit und Rastlosigkeit in einen Zustand der Stille, Bewusstheit und Wachheit verwandeln. Das ebnet uns den Weg für eine authentische Spiritualität der Stille und Bewusstheit im Alltag.

 

Zum Schluss möchte ich dir noch eine kurze Übung vorstellen. Sie kann dir den ersten Schritt und einen Zugang zur inneren Stille erleichtern:

 

1.) Entspanne dich

 

Schließe die Augen und atme dreimal tief in den Bauch. Dabei folge bewusst mit der Aufmerksamkeit deinem Atem. Beim Einatmen folge dem Atem bis zu deinem Bauch, beim Ausatmen entspanne dich und lasse los.

 

2.) Sammle dich

 

Jetzt öffne die Augen und schaue etwas nach oben. Halte den Kopf dabei aber gerade, so als würdest du geradeaus schauen. Versuche den Blick eine Zeit lang dort oben zu halten.

Versuche dabei nicht deinen Gedanken zu folgen und schaue einfach nach oben.

 

3.) Spüre, wie sich dein Körper anfühlt

 

Fühle das Gewicht deines Körpers auf dem Stuhl, bleibe aber, wenn möglich mit dem Blick nach oben und in der geraden Kopfhaltung. Schau, wie sich deine Wahrnehmung verändert.

 

Jetzt hast du erfolgreich den ersten Schritt zu mehr Stille und Bewusstheit im Alltag getan.

 

foto: www.pixabay.com

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